konnichi wa

Kagoshima

Juli 24, 2008 · Kommentar schreiben

Also der Nachtbus hatte nur 3 Sitze in einer Reihe, immer mit Zwischenraum, und da Studenten spontan sind und daher kurzfristig reservieren (ja, in Japan muss man Langstreckenbusse reservieren) saß jeder von uns in einem Mittelsitz, Fenstersitz wäre gemütlicher. Und wie schon in vorherigen Einträgen angesprochen bin ich big in Japan, drum war ich stundenlang damit beschäftigt die richtige Schlafstellung zu finden, da irgendwie meine Beine störten.
Witzig ist auch, dass der Tagesbus für dieselbe Strecke nur 5,5h braucht, der Nachtbus aber 2h Stunden mehr, wir sind uns ziemlich sicher, dass der Bus einfach mal wo 2h Pause gemacht hat, dass wir nicht zu früh ankommen, was soll man auch so früh machen?
Ja um 6:15 kamen wir dann überpünktlich am großen Bahnhof in Kagoshima an, Zähne putzen und Kultivieren am Klo und los ging’s Sightseeing in die Hitze. Unglaublich wie heiß es schon um 7 Uhr früh sein kann.

       

Kagoshima hat eine faszinierende Kulisse: Hinter der Bucht erhebt sich der brodelnde Sakurajima, ein aktiver Vulkan.
Wir nahmen dann die Fähre zu diesem, müde vom Nachtbus und der Hitze entschlossen wir uns richtige Touristen zu sein und nahmen den Touristenbus, der rund um die Insel fuhr. Unser Führerin gab uns eine Mappe mit englischen Erklärungen, da natürlich alles auf Japanisch war, uns hat jedoch mehr die Klimaanlage und das Nicht-Gehen-Müssen und Vielleicht-Schlafen-Können vom Bus überzeugt und nicht die Führung. Aufmerksam wies uns die jap. Guide immer wieder auf die Seiten hin auf denen wir gerade waren – nichts mit Schlafen, aber war interessant und wir machten auch einige Stopps. Auf der Insel wachsen die größten Radi und die kleinsten Mandarinen und der Sakurajima legt immer wieder die Stadt in Asche und es gibt riesige Lavafelder.

Blick vom Iso-Garten auf den mit Wolken verdeckten Vulkan

hab zum 1. Mal ein Uboot gesehen

Blick von der Fähre auf Kagoshima

top gedressed mit Hut und Handschuhen
 

       

Als wir dann in den Zug nach Miyazaki einstiegen, kam es gerade zu einem Wolkenbruch – zum 1. Mal am Tag. Wir haben uns das „Ferienticket der JR“ gekauft, 5 einzelne Tage (kann man auch zu zweit verbrauchen) mit den Local-Trains (Bemmberlzüge, oft umsteigen), 15 Euro pro Tag und man kann pro Tag so oft fahren wie man will; das zahlt sich bei den jap. Preisen für Transport sehr schnell aus.

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