Ja jetzt geht’s gleich mit der Fähre nach Osaka gemeinsam mit der Johanna, dann von dort nach Kyoto und dann nach Tokyo und am Abend des 10. August (Sonntag) bin ich dann wieder im schönen Österreich – nach 139 Tagen unterwegs.
Ist höchstwahrscheinlich auch mein letzter Eintrag – also ich empfehle allen ein Auslandssemester zu machen – man erweitert echt seinen Horizont und findet viele Freunde und erlebt einfach viel – also war einfach top und besonders Japan, da ist einfach vieles anders! Ja und es gäbe auch noch viel zum Erzählen zB das Beppu das Las Vegas von Japan ist, was ich so von der Yakuza weiß, die ganzen Regeln, die Highheels und die Männerhandtaschen, wie es so in einer jap. Mensa zugeht, und und… aber das kann ich euch dann ja auch wirklich erzählen.
Es war mir eine Ehre und hoff ihr habt einen kleinen Eindruck bekommen wie mein Exchange-Semester so war und ein Danke an alle die mein Blog verfolgt haben! Und hoff euch bald alle wieder zu sehen – also meldet euch bei mir *g* Montag: Esternberg – fix!!!
Gestern Sonntagabend war die Abschlussveranstaltung des Beppu-Sommerfestes.
Zuerst mal wurde Christina von einem Vampir gebissen? und jetzt is fix, ich bin echt ein zuverlässiger Wetterquaxi: Chrisi hat Kopfweh -> Regen, Chrisi hat stark Kopfweh -> Gewitter.
Vampir?
Gestern starke Kopfschmerzen, hab schon vermutet auf Regen und dann als wir (Christina, Joji und ich) im Bus zum Festival sitzen -> Wolkenbruch und Gewitter – super, was mach ma?
Starbucks! Ja Starbucks ist in Japan total populär und im Vergleich zu Österreich auch billig (grande Cappucino: 420 Yen ~ 2,60€). Gewitter in Japan – kommen schnell und sind auch schnell wieder vorbei (hmm… erinnert mich an einen Spruch, den ein Gewisser über Mescha gsagt hat *g*); also nach dem Gewitter -> Regenbogen, also Beppu zeigt sich jetzt zum Ende echt von seiner schönsten Seite.
at starbucks under the rainbow
Regenbogen hinter der Feuerwerksplattform
In der Parade war auch eine Gruppe von APU-Studenten dabei u.a. Meron, Sabria und Lourisa. Bei der Parade wurden traditionelle Beppu-Lieder gesungen und traditionelle Tänze in Kimonos getanzt, dauerte 2 Stunden. Die Parade hat auch die Demographie in Beppu widergespiegelt.
APU-Tänzer
Und das Fest war echt gut besucht – tausende Besucher. Krönender Abschluss Riesenfeuerwerk um 20:30 (ab 19 Uhr dunkel) – Japaner lieben Feuerwerke, nervig war nur 1 Minute Feuerwerk – 3 Minuten Gelabber vo einem Typen, hauptsächlich über die Sponsoren – 1 Minute Feuerwerk, aber besonders cool war das Gesicht.
Am Mittwoch war die Abschiedsguidance des International Office. Alle Anwesenden wurde vom Academic Affairs Dean ein Zertifikat zur Bestätigung des Exchange Semester überreicht. Wir wurden auch vorher darauf hingewiesen dieses richtig entgegenzunehmen: wenn Name aufgerufen wird auf die Bühne gehen, verbeugen, zum Dean gehen, Zertifikat mit beiden Händen entgegennehmen, verbeugen, Smile für’s Foto und abhauen Dann gab’s mal wieder eine Anleitung um mit der APU Bürokratie fertig zu werden.
Den Nachmittag wurde dann damit verbracht unzählige Formulare doppelt und dreifach auszufüllen, Stempeln holen, Gebühren mit der komischen Maschine bezahlen… Da an der APU das Semester offiziell erst am 20. September endet, wird auch erst an diesem Tag der Grade Report nach Steyr geschickt. Außerdem gibt es an der APU keine Nachklausuren, wer einen Kurs nicht schafft kann noch mal für ihn zahlen.
Diese Woche haben wir in Japanisch noch Kaligraphie und Origamie gemacht
Kaligraphie
meine Japanische-Klasse mit unserer Sensei
Am Donnerstag war das Cross-Over-Festival. Um auf den Zyklon in Myanmar aufmerksam zu machen und zum Spenden anzuregen wurden hunderte Luftballons losgelassen, dann wurde „We are the world“ gesungen – und das echt international, wie immer an der APU.
we are the world, we are the children
Dieses Wochenende ist das Sommervolksfest der Stadt, wird daher von noch mehr Touristen überrannt.
In Miyazaki ging es in unser Hostel und gerade wie wir es so gemütlich ist der zweite Wolkenbruch! Wir schauten uns abends die Stadt ein bisschen an und gingen echt lecker Japanisch Essen, also so gutes und vor allem noch dazu noch billiges Essen in einem Restaurant kriegt man z’haus leider nicht.
Am nächsten morgen ging’s dann nach Aoshima. Aoshima ist eine kleine Insel, die wegen der Washboard-Rocks, die die Insel umrunden, bekannt – alles sehr tropisch.
Bevor wieder in Bemmerlzügen stiegen verbrachten wir die Zeit am Strand – all in all a super Trip!
Also der Nachtbus hatte nur 3 Sitze in einer Reihe, immer mit Zwischenraum, und da Studenten spontan sind und daher kurzfristig reservieren (ja, in Japan muss man Langstreckenbusse reservieren) saß jeder von uns in einem Mittelsitz, Fenstersitz wäre gemütlicher. Und wie schon in vorherigen Einträgen angesprochen bin ich big in Japan, drum war ich stundenlang damit beschäftigt die richtige Schlafstellung zu finden, da irgendwie meine Beine störten.
Witzig ist auch, dass der Tagesbus für dieselbe Strecke nur 5,5h braucht, der Nachtbus aber 2h Stunden mehr, wir sind uns ziemlich sicher, dass der Bus einfach mal wo 2h Pause gemacht hat, dass wir nicht zu früh ankommen, was soll man auch so früh machen?
Ja um 6:15 kamen wir dann überpünktlich am großen Bahnhof in Kagoshima an, Zähne putzen und Kultivieren am Klo und los ging’s Sightseeing in die Hitze. Unglaublich wie heiß es schon um 7 Uhr früh sein kann.
Kagoshima hat eine faszinierende Kulisse: Hinter der Bucht erhebt sich der brodelnde Sakurajima, ein aktiver Vulkan.
Wir nahmen dann die Fähre zu diesem, müde vom Nachtbus und der Hitze entschlossen wir uns richtige Touristen zu sein und nahmen den Touristenbus, der rund um die Insel fuhr. Unser Führerin gab uns eine Mappe mit englischen Erklärungen, da natürlich alles auf Japanisch war, uns hat jedoch mehr die Klimaanlage und das Nicht-Gehen-Müssen und Vielleicht-Schlafen-Können vom Bus überzeugt und nicht die Führung. Aufmerksam wies uns die jap. Guide immer wieder auf die Seiten hin auf denen wir gerade waren – nichts mit Schlafen, aber war interessant und wir machten auch einige Stopps. Auf der Insel wachsen die größten Radi und die kleinsten Mandarinen und der Sakurajima legt immer wieder die Stadt in Asche und es gibt riesige Lavafelder.
Blick vom Iso-Garten auf den mit Wolken verdeckten Vulkan
hab zum 1. Mal ein Uboot gesehen
Blick von der Fähre auf Kagoshima
top gedressed mit Hut und Handschuhen
Als wir dann in den Zug nach Miyazaki einstiegen, kam es gerade zu einem Wolkenbruch – zum 1. Mal am Tag. Wir haben uns das „Ferienticket der JR“ gekauft, 5 einzelne Tage (kann man auch zu zweit verbrauchen) mit den Local-Trains (Bemmberlzüge, oft umsteigen), 15 Euro pro Tag und man kann pro Tag so oft fahren wie man will; das zahlt sich bei den jap. Preisen für Transport sehr schnell aus.
Am Freitag fortgehen – hab ich schon erwähnt, dass echt jeden Tag sauheiß (immer so 32-35 Grad), aber auch so gut wie immer schwül -> soviel geschwitzt wie hier hab ich sicher noch nie in meinen Leben, aber werd auch braun *g*.
Und am Samstag war schon das Abschiedsgrillen der IMAT-Leute (machen Double Degree 1 Jahr Japan + 1 Jahr Deutschland) am Strand.
Philipp – the cook
Nina
hab ich schon erwähnt ich liebe jetzt Wassermelonen – zHaus waren’s normalerweise nicht so meine, vielleicht weil’s sooo heiß is
Gift und ihr Lieblingshirt
Volker hat noch weitere 3 Jahre an der APU, freut sich weil er in Japan ein großes Bier gefunden hat
Meron – noch 1 Jahr an der APU, spricht Mannheimer Dialekt, lebt in UK
Nina + Joe
links 3 Couchsurfer (bei Angel) aus AUT + GER, studieren Jap. in Wien
hab ich schon erwähnt, dass es zurzeit Tag und Nacht heiß ist
Christina später im 68 – glücklich wegen der Air-Con
stimmt das? müss ma mal zHaus probieren *g*
Am Sonntag gingen wir zuerst mit uns Lieblings-Schweizjapaner Joji richtig Japanisch essen *lecker* und dann haben wir endlich mal die coolen jap. Fotoautomaten ausprobiert. Also man kann Hintergrund und so auswählen und dann eben verzieren, total beliebt in Japan und an jeder Ecke. Um 23 Uhr stiegen wir dann in den Nachtbus nach Kagoshima, aber das ist dann eine andere Geschichte.
Nach Hiroshima standen mal die Japanisch-Finals an. Also Japanisch lernen ist mir eigentlich ganz leicht gefallen und hab auch so gut wie nie gejammert, vielleicht weil ich es wirklich sofort immer im Alltag ausprobieren + einsetzen hab’ können. Jetzt soll ich so 70 Kanji können, ist noch gar nichts, aber i find’s trotzdem cool und Voc kann ich für einfache Alltagssituationen, ich kann auch ein paar Zeiten und ver. Höflichkeitsformen. Irgendwie möchte ich schon noch weiterlernen, aber wenn ich ehrlich bin, werd ich es nach Ende meines „Japanurlaubs“ jemals noch einmal brauchen und Kurse sind in back sweet home rar. 日本語 を べんきょうました。たのしかったです。
Und am Donnerstag hab ich dann auch mein Marketing-Mindmap zurückbekommen – und sieh da benotet, hab bis jetzt keine Noten bekommen except for Japanese und wir (wir is sowieso prinzipiell immer Christina + i) haben im Prinzip dasselbe Mindmap, da wir es gemeinsam gegliedert haben –Überpunkte anders benannt und natürlich jeder selber die Unterpunkte ausgefertigt. Und Christina hat dann die Mindmaps in den Stapeln gesucht, die Stapeln waren nach Noten angeordnet, fand sie ihres im Haufen der wenigen A’s, fand aber meines nicht, dann weiter B und C (größter Teil) – auch nicht dabei – wo ist meines? Da entdeckt sie den A+ Stapel – sehr klein – und siehe da Christina hat sogar geglaubt ihres war vom Inhalt besser – aber ich hab natürlich mit meinen Selbstportrait (Mut zur Hässlichkeit *g*) und mit dem vielem Pink überzeugt hmm, that’s Japan!
Am Donnerstag war auch wieder eine Performance, dieses Mal war Korean Week, leider waren die Beiträge oft künstlich in die Länge gezogen und Korean Pop is noch unerträglicher wie J-Pop.
Das torri des Itsukushima-Schrein ist eine der drei schönsten Landschaftsansichten Japans. Wenn man von der Fähre aussteigt, wird man gleich von Hirschen begrüßt, Hirschen gibt es hier überall, ganz friedlich, aber auch frech – einer schnupperte schon in meine Tasche rein…
das is a Leben
Senjogaku
Niomon Gate des riesigen Daishoin-Tempel
bei den 500 Rakan Statuen
1000 Fudo Statuen – Immovable King
Am Dienstag war es extrem heiß und schwül, besonders der Aufstieg von der Seilbahn zum Gipfel des Mt. Misen war extrem, normale Gehzeit so halbe Stunde, und wer schon mal mit mir Wandern war, weiß dass ich normalerweise die Zeiten eher unterbiete, aber dieses Mal hoffnungslos… Aber für fashionable Japanerinnen ist eine Wanderung auch kein Grund um auf Highheels zu verzichten, dauert zwar etwas länger, aber…
überall
Blick vom Gipfel auf die Bergstation der Seilbahn
Es war dann auch ein Gewitter am späten Nachmittag, und es war unglaublich schön, wie dann wieder die Sonne aus den Wolken herausgefunden hat. Algen gibt’s nicht nur bei den Olympischen Spielen. Witzig und gut finde ich, dass teilweise bei den Tempeln Dosenfrüchte als Opfergaben waren, besser als frisches bei all dem Hunger auf der Welt. Hiroshima und Miyashima sind schon sehr touristisch, aber war auch mal angenehm überall Karten und Wegweiser auch auf Englisch zu finden…
Auch wenn ich noch gar nicht das Gefühl hab, dass ich schon so bald Beppu verlasse, aber wenn schon Abschiedsparties gemacht werden, naja dann…
Mein Stockwerk hat am Sonntagabend für alle die die APU wieder verlassen eine kleine Feier gemacht. Jeder hat ein Gericht mitgebracht, ich habe endlich mal meine Mozartkugeln geopfert *g* sind super angekommen.
mit meiner Akari
mit Erica aus HK
in der Mitte Noey aus Thailand
Und dann haben sie mir voi de liabe Überraschung gmacht: sie haben mir ein kleines Heft mit Wünschen und Fotos geschenkt. Ich war auch überrascht von der Ehrlichkeit mancher, steht dann folgend im Heft (ohne Korrektur): „I wanted talk with you a lot, but my English is not good and I escaped from talking.“ oder „I am sorry that my English is not so good …“ oder “I will study English more to communicate with you smoothly…” aber die Hälfte hat in Japanisch geschrieben (das sind dann die, die wirklich nicht Englisch können), teilweise kann ich was lesen, aber das meiste natürlich nicht…
Viele haben erwähnt, dass es sie wirklich gefreut hat, dass ich immer gegrüßt habe <- Selbstverständlichkeit -> andere Kulturen andere…
Und das süßeste mein Roommate Akari hat bei der Übergabe des Heftes zum Weinen angefangen, weil ich schon wieder gehe und wir nicht viel Zeit miteinander verbracht haben und sie nicht viel mir gesprochen hat (Sprachbarrieren) – ich hab’ sie dann getröstet…
mit meinem RA Akai
Und bin grad zurück von Hiroshima und Miyashima – außerordentlich beeindruckend – Entry kommt bald…